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Hexenküche

veganer Maultaschenauflauf

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Ich zähle mich ja zu den glücklichen Neigschmeckten wie es hier, im Schwabenländle, so gerne heißt. Warum glücklich? Weil ich glücklicherweise in meiner Jugend Hochdeutsch gelernt habe, und so Worte wie „Einkaufswägen“ oder allgemein „Wägen“ nicht zu meinem Wortschatz gehören. [Der Plural von Wagen ist übrigens, für alle Unwissenden, ebenfalls Wagen.]

Folglich bin ich auch nicht mit der schwäbischen Kühe aufgewachsen. „Spätzle mit Soß“ darf also gerne von der Karte jeglicher nicht typisch schwäbischer Lokale in diesem Bundesland gestrichen werden. [Ohne Witz, dieses Gericht gibt es hier ÜBERALL.]
Es gibt diverse Crash-Kurse für uns Zugezogene – im schwäbischen Neigschmeckte – und diese haben alle mehr oder weniger eine Sache gemeinsam. Des Schwaben liebste Speise ist die Maultasche. Dicht gefolgt von Spätzle und am Wichtigsten ist sowieso literweise Soße – auch zu Maultaschen, wenn diese nicht in der Brühe, sondern in der Pfanne landen.
Meine Wenigkeit fand Maultaschen schon immer sehr überflüssig. Ich konnte dieser Ravioli, die statt in Tomatensauce halt in Brühe schwimmt, nichts abgewinnen. Umso gespannter war ich also, als meine Kollegin meinte „es gibt in der Kochwoche einen Maultaschenauflauf“. Davon hatte ich bisher noch nie etwas gehört. Und auch auf Nachfrage bei eingeschwäbelten Schwaben, erntete ich leicht fragende Gesichter.
Eins kann ich aber vorweg sagen, es schmeckt echt gut. [Liegt vermutlich daran, dass man der Maultasche mit vielen guten Zutaten hilft lecker zu schmecken.]


Rezept

Wir bleiben, wie der Titel verrät im veganen Bereich. Es funktioniert aber, wie alle Gerichte die ich hier vorstelle auch mit Fleisch.
Was wir brauchen:
• vegane Maultaschen
• 1 Zucchini
• 1 Möhre
• 1 Frühlingszwiebel
• Tomaten – kommt auf die Größe an, ich habe eine handvoll Mini-Tomaten genommen
• passierte Tomaten
• Käse
• Salz, Pfeffer, Chili, Paprikagewürz, Knoblauch (wer mag)

Die Vorgehensweise ist ultra-easy.
Das Gemüse und die Maultaschen schnippeln. Maultaschen an die Seite stellen und das Gemüse in der Pfanne anbraten und würzen. In der Zeit schon mal den Ofen vorheizen – 200°C Ober-/Unterhitze.
Das Gemüse in eine Auflaufform geben. Danach folgen die passierten Tomaten und die Maultaschen. Gut vermengen!
Was darf bei einem Auflauf natürlich nicht fehlen? Klar, der Käse. Also ab an den Käse und drüber geben.
Zum Schluss die Form in den Ofen schieben und ca. eine halbe Stunde garen. [Circa, weil es vom Ofen abhängt. Ideal wäre, wenn der Käse nicht schwarz wäre.]


Ja, in der Form kann ich mich mit der Maultasche sehr gut anfreunden.
Wie seid ihr beim Thema Essen? Staubsauger und egal was oder doch eher schwierig?
Ich zähle definitiv zu der Kategorie „schwierig“.

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2 Comments

  • Reply Nailines

    Lecker! Maultaschen isst man hier in Hamburg wohl eher selten. Ich kenn sie von früher nur in Scheiben geschnitten und in der Pfanne gebraten, mit Rührei. Dazu gabs immer Kartoffeln und Gurkensalat. Wahrscheinlich würden uns die Schwaben für so etwas steinigen, oder? LG Ines

    April 23, 2020 at 19:08
    • Reply Gwilwileth

      Nein, tatsächlich isst man die hier oft angebraten. Das ist zusammen mit der Brühe-Version die beliebteste Art. ^^

      April 24, 2020 at 21:12

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