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Magie & Ich

PERFECT GIRL – Nur du kennst die Wahrheit

Vor zwei Wochen, habe ich euch hier über die Bücherchallenge von Simone und mir aufgeklärt.
Das erste Thema „Namen sind Schall&Rauch?“, gab vor ein Buch zu wählen in dem der eigene Anfangsbuchstabe dem des Autors gleicht.
Entschiedene habe ich mich für ein Buch von Gilly Macmillan und ich kann euch jetzt schon verraten, mit dem Buch habe ich noch einige andere Gemeinsamkeiten.

Für dieses Buch wurde kein Titel eingetragen
Genre:
Publisher:
Niemals darf Zoes Stiefvater erfahren, was vor drei Jahren geschehen ist. Das hat ihre Mutter Maria der 18-Jährigen wieder und wieder eingetrichtert. Doch als die hochbegabte Pianistin Zoe eines ihrer wichtigsten Konzerte gibt, taucht ein Mann auf, der sie auf offener Bühne als Mörderin beschimpft. Um Mitternacht ist Zoes Mutter tot...

Erster Eindruck

Der Klappentext verspricht viel.
Spannung, Geheimnisse und gibt einem direkt offene Fragen.
Warum wird Zoe als Mörderin betitelt?
Hat dieses Ereignis etwas mit dem Tod ihrer Mutter zu tun?
Fragen über Fragen. Also ab in die Buchstaben, vielleicht werden unsere Fragen ja beantwortet.


Personenübersicht

Bei Familiendramen oder generell Büchern, in denen es um viele verschiedene Personen geht, hilft es mir einen Stammbaum zu erstellen.
So kann ich den Überblick behalten. Bei „perfect girl“ war es zudem hilfreich, weil aus den Sichtweisen verschiedener Personen geschrieben wird.
Mehr dazu im nächsten Abschnitt.

Die Hauptperson des Buches ist Zoe – lila hinterlegt.
Zu ihrer direkten Familie gehören ihr Vater Philip und ihre Mutter Maria, sowie die Halbschwester Grace.
Nach der Trennung ihrer Eltern, heiratete ihre Mutter Chris, den Vater von Grace.
Chris brachte ebenfalls ein Kind mit in die neue Familie, Lukas.

Weitere wichtige Personen sind Tessa, die Tante von Zoe, zusammen mit ihrem Ehemann Richard und ihrer Affäre Sam.


Erzählweise

Das Buch ist in mehrere Kapitel unterteilt, überraschend ich weiß. Allerdings haben diese Kapitel ein paar Besonderheiten, denn uns wird nicht alles allein von der Hauptfigur Zoe erzählt.
Auch Tessa, Richard und Chris erhalten eigene Kapitel und beschreiben darin ihre Sicht auf die Geschehnisse.
Interessant finde ich, dass gerade die Personen über die am meisten diskutiert und gerätselt wird keine Kapitel zugeschrieben bekommen.
Dadurch bleibt man immer über die genauen Umstände im Umklaren. Am Ende hätte ich mir aber tatsächlich eine kleine Review von Maria, Chris oder Lukas gewünscht.
So bleiben bei mir einige Fragen offen. Um hier nicht zu spoilern oder zu viel zu verraten, gehe ich auf die offenen Fragen am Ende etwas näher ein.


Inhalt

Ja, der Inhalt. Mit kaum einem Teil dieses Beitrages hatte ich solche „Probleme“.
Bevor wir mit dem eigentlichen Inhalt anfangen, gibt es in der Innenseite des Buches ein paar Hintergrundinformation.

Wir erfahren darin, von einem Autounfall vor 3 Jahren an dem Zoe beteiligt war.
Dabei starben alle Insassen des Autos, bis auf Zoe selbst.

„Ich habe das eine Leben hinter mir gelassen, als ich ins Gefängnis kam, und hatte ein völlig anderes, als ich herauskam, an einem anderen Ort, und niemand sprach mit mir über das alte Leben.“

Direkt zu Beginn erfahren wir, die junge Zoe musste für diesen Unfall ins Gefängnis. Nach ihrer Entlassung wurde dieser Vorfall scheinbar nie wieder erwähnt.
Was erfahren wir sonst noch über Zoe?
Sie ist ein bildhübsches Mädchen. Lange blonde Haare, schlank und sehr talentiert was das Klavierspielen angeht.
Eine große Zukunft wurde ihr schon in jungen Jahren vorhergesagt. Der Autounfall gab ihrer Karriere einen Knick. In ihrem zweiten Leben versucht sie an die alten Zeiten anzuknüpfen.

Alles beginnt mit einem Klavierkonzert, zusammen mit ihrem Stiefbruder Lukas.
Ein Herr, Tom Barlow, der Vater eines Kindes das damals bei dem Unfall starb, stürzt in die Kirche und beschimpft Zoe als Mörderin.
Die Reaktionen auf die Anschuldigungen sind verschieden.
Tessa und Maria geraten in eine Art Schockstarre und versuchen Mr. Barlow zu beruhigen.
Zoe verlässt fluchtartig ihren Platz am Klavier.
Lukas und Chris wirken verwirrt und scheinen nicht zu verstehen, was gerade passiert.

Ein paar Hintergrundinformationen erhält der Leser durch ein Drehbuch von Lukas.
Zoe erhält dies direkt nach dem gemeinsamen Auftritt in der Kirche und liest es in Etappen.

„WAS ICH WEISS
EIN FILMDREHBUCH
VON LUCAS KENNEDY

Liebe Maria, liebe Zoe,
ich schicke euch das, damit ihr ein bisschen
versteht, wie es war, bevor meine Mum starb.

Es ist ein Filmdrehbuch, in dem ich erzähle,
was mir, meiner Mum und meinem Dad passiert ist,
bevor wir euch kennengelernt haben. Ich hoffe,
dass ihr es lest.

Bitte lest es.

Alles Liebe von Lucas“

Wie der Klappentext bereits verrät, stirbt Zoes Mutter in der Nacht nach dem Konzert.
Und so beginnt alles.


Fazit

Mein Fazit fällt gemischt aus.
Zuallererst, als Thriller würde ich dieses Buch nicht bezeichnen wollen. Es ähnelt eher einem Familiendrama.
Die Geschichte an sich, ist im Großen und Ganzen gut durchdacht. Aber was mich jedes Mal aufs Neue gestört hat, war die Arroganz und „Ordnung“ innerhalb von Zoes Familie.
Es wirkte alles sehr überspitzt, abgehoben und fern der Realität.
Mag sein, dass es solche Familien gibt. Ich, als Leser/in, bekam dadurch direkt eine negative Einstellung gegenüber Chris und Maria.
Aber war das von der Autorin gewollt?
Ich kann es euch ehrlich nicht sagen. Allerdings gefällt es mir nicht so sehr geleitet zu werden.

Wenn ich ein Buch rezensieren möchte, markiere ich mir beim Lesen einige Stellen im Buch die ich als möglicherweise interessant erachte.
Bei der Durchsicht ist mir aufgefallen, dass ich zweimal Stellen markiert hatte in denen es um eine App namens „Panop“ ging. Diese App hatte anscheinend früher Einfluss auf Zoes Entscheidungen und auch jetzt, in der aktuellen Zeit.
Aber wie so oft in diesem Buch wird man mit einer Information angefüttert, diese wird aber nicht weiterverfolgt.
Eigentlich schade, denn auch hier hat man als Leser/in wieder offene Fragen.

Allgemein war das Buch eher lasch. Wie oben erwähnt, kein richtiger Thriller. Der Drang weiter zu lesen war geprägt, durch die langweiligen Kapitel. Das bisschen Interessante, dass passiert ist wollte ich so schnell wie möglich erreichen.
Ein weiterer sehr negativer Punkt stellt der Charakter von Chris für mich dar. Er hat eine Affäre mit Tessa und war früher der Verteidiger von Zoe. Diese beiden Tatsachen sind für das Buch an sich aber absolut irrelevant.
Weder beeinflusst er die Geschichte, noch bringt er sie in irgendeiner Form voran. Was sollen wir also mit diesem Charakter anfangen?
Meiner Meinung nach, einfach streichen oder die Kapitel überspringen. Ihr verpasst nichts.

Dem Buch gebe ich deshalb 2 Sterne.
Ein weiteres Buch der Autorin werde ich voraussichtlich nicht lesen.


Offene Fragen

Eigentlich beende ich die Rezensionen immer mit dem Fazit.
Bei diesem Buch, bleiben mir so viele Fragen offen, dass ich entschieden habe dazu einen eigenen Teil zu schreiben.
Es folgt, eine Sammlung all meiner offenen Fragen.
1. Hat Maria das Drehbuch von Lukas gelesen vor ihrem Tod?
2. Welche Rolle spielt Chris eigentlich?
3. Was ist wirklich passiert?
4. Was denken Chris und Lukas eigentlich über all das?


Ich freue mich schon sehr auf das nächste Thema unserer Challenge. Habt ihr schon mitgemacht?
Wenn nein, keine Sorge. Die Challenge geht immer einen Monat lang.

 

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