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Magie & Ich

Lughnasadh

Wie die Saat, so die Ernte.

Marcus Tullius Cicero

Lughnasadh läutet, als erstes der drei Erntefeste, den Beginn der Erntezeit ein.
Es ist das Fest der Fülle und des Überflusses.
Den Göttern werden Opfergaben dargebracht, um sich für das reife Korn und die blühende Natur zu bedanken und um eine reiche Ernte zu bitten.

Weiter wollen wir uns an das Opfer und den Tod von Lugh, dem Sonnen-, Korn- und Erntegott. Ihm widmen wir dieses Fest. Lugh wird, der Mythologie nach, als Sohn oder Nachfolger des Licht- und Feuergottes Bel – nach welchem Beltane benannt ist – gesehen. Der Schnitt des Korns bedeutet seinen Tod, bevor er nach der Aussaat im Frühjahr wiedergeboren wird.


Bedeutung im Jahreskreis

Im Jahreskreis steht Lughnasadh Imbolc gegenüber.

Lughnasadh wird oft als Mitte zwischen der Sommersonnenwende und der herbstlichen Tag-und-Nacht-Gleiche definiert.


RITUALE

Brot backen

Eines der ältesten Rituale zu Lughnasadh ist es Brote zu backen und einen Teil davon in der Erde zu vergraben. Wir geben von dem, was uns geschenkt wurde.
Ein Rezept für ein klassisches Brot findet ihr nochmal hier.

Schnitte wagen

Nicht umsonst ist Lughnasadh hierzulande auch als Schnitterinnenfest bekannt. Nicht nur das Kraut, sondern auch Kräuter werden geschnitten. Einen Teil nehmen wir, als Nahrung, zu uns, einen anderen Teil behalten wir als Samen für das kommende Jahr.
Schnitte wagen, bedeutet aber auch toxische und unschöne Beziehungen zu beenden. Höre tief in dich hinein. Gibt es in deinem Leben Beziehungen die dir nicht gut tun? Heute ist ein guter Tag um dich von ihnen zu trennen.

Räucherung

Eines steht fest, Räucherwerk gehört zu jedem Jahreskreisfest. Früher war es üblich, auch um die Felder herum zu räuchern. Vor allem Eisen- und Johanniskraut durften in diesen Kräuterbüscheln nicht fehlen.
Ich binde immer schon einige Tage vorher einen kleinen Kräuterstrauß und lasse diesen trocknen. In meinem Kräuterstrauß verwende ich mindestens sieben heilende und/oder schützende Kräuter.

Essen & Trinken

Zu Lughnasadh darf reichlich aufgetischt werden. Allen voran sollten heimische Pflanzen verwendet werden. Aber auch selbstgemachtes kann gerne gereicht werden.
Zu Trinken empfiehlt sich Met.

Strohpuppe basteln

Die Halme, die nach der Ernte übrig bleiben, eignen sich nicht nur gut als Einstreu/Futter für Tiere. Wie wäre es mal mit einer Strohpuppe? Diese eignet sich gut als Opfergabe. Du kannst sie entweder verbrennen oder in einem See/Fluss versenken.


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